Die bigMESSAGE-Manuskripte vom 6. bis 15. Januar 2026

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Dein Weihnachten heute – Epiphanie!

Dienstag, 6. Januar 2026, 20:45 Uhr

Jo, is' denn scho' wieder Weihnachten, heute, an Dreikönige? Ja, isses. Drum feiern orthodoxe Christeninnen und Christen heute erst: "Weihnachten", am sogenannten Dreikönigstag, am "Fest der Erscheinung des Herrn", wie's offiziell heißt, griechisch "Epiphanie". Denn am Dreikönigstag sind die Magier, die Sterndeuter aus dem Osten, endlich am Ziel ihrer Träume, wenn der Stern halt macht über der Krippe von Bethlehem und sie den neugeborenen König der Juden finden, den Heilsbringer, den Erlöser, den Messias. Dabei stehen die Magier für uns, für Dich und mich, für die Heiden, die Ungläubigen - nach damaliger jüdischer Auffassung. So meinen es auch die Evangelien-Schreiber, allesamt von Geburt Juden. Deshalb lässt Lukas erst Hirten zur Krippe kommen, die stehen für das Volk Israel. Denn ursprünglich sollte der Messias nur das auserwählte Volk Gottes retten. Die Magier aus dem Osten dagegen stehen für die übrigen Völker, ringsum, weltweit, die keine Juden sind. Sensationell, so das Evangelium, die frohe Botschaft: der Erlöser der Welt erlöst alle, das Licht der Welt leuchtet für alle. Multikulti vor 2000 Jahren, Schluss mit schwarz-weiß-Malerei. Gott gibt jedem seine Chance und ihre Chance und ist für alle da. Das kannst Du feiern heute, an Dreikönige. Denn: ja, so gesehen: is' scho' wieder Weihnachten! Dein – Weihnachten!


Thema: Weihnachtslektion: Du musst nicht der oder die Größte sein!

Donnerstag, 8. Januar 2026, 20:45 Uhr

Hat der Alltag Dich schon wieder - endgültig? Die Christbäume weg, Krippen längst wieder eingepackt, Weihnachten - war gestern, aus und vorbei? Dabei ist das doch erst der Anfang! Einer ganz großen Geschichte. So groß, dass die größte aller Weltreligionen draus wird. Dabei stehen die Chancen des Kindes von Bethlehem denkbar schlecht. Zur Welt gekommen irgendwo in der Provinz in einem Stall, den keiner kennt, den Vater kennt auch keiner, ein paar lausige Hirten kommen zu Besuch, später dann, immerhin, vornehme Herren aus dem Osten. Müssen aber auf einem Umweg zurück nach Hause. Denn König Herodes lauert schon und will dem Christkind an den Kragen. Du hast keine Chance, nutze sie – wär' nicht übertrieben als Motto über dem jungen Leben des Jesus von Nazareth. Also schon hier, gleich am Anfang, wird Gott deutlich: Meine Kategorien sind so anders und nicht von dieser Welt. Was klein, macht Gott groß, was machtlos mächtig, die am Rand stellt er ins Zentrum. Fortsetzung folgt. In Deinem Alltag, wenn Du willst. Denn das ist die Lektion von Weihnachten, die bleibt, auch dann, wenn Weihnachten längst rum ist: Du musst nicht um jeden Preis der oder die Größte sein. Um was zu gelten und zu bewegen. Gerade das - nicht!


Thema: Mutter Teresa: Verändern – fängt bei Dir an!

Dienstag, 13. Januar 2026, 20:45 Uhr

Was wünschst Du Dir: was sollte sich ändern im neuen Jahr - bei Dir zuhause in der Familie zum Beispiel oder in der Partnerschaft? Und wie gehste das an? Oder was sollte sich ändern bei Dir auf der Arbeit, im Betrieb, im Team – und wie gehste das an? Oder was sollte sich bei Dir im Verein ändern – und wie am besten? Oder bei Dir im Dorf, bei Dir in der Schule, an der Uni – und wie gehste das an? Mutter Teresa soll mal von einer Journalistin gefragt worden sein: "Was meinen Sie, Mutter Teresa, was sich in der Kirche ändern sollte?" Und Mutter Teresa soll darauf lapidar geantwortet haben: "Sie und ich!" Will sagen: Wenn sich was ändern soll, wenn Du was verändern willst – fang' bei Dir an! Denn dann fängt's an: dann verändert sich schon mal was. Und sei's zunächst nur mal, dass Du nicht länger nur das Mantra runterbetest: ändert sich eh' nix, kannste nix machen. Und dass Du selber anfängst zu glauben: doch, da geht was. Auch Jesus rät sehr klar, sich erst mal um den Balken im eigenen Auge zu kümmern – statt um den Splitter im Auge Deines Gegenübers. Bei Dir zuhause, mit den Kindern, in Deiner Paarbeziehung, auf der Arbeit, in der Schule, in Deinem Verein, in der Politik – was immer sich wo ändern soll und anders werden soll, damit's bestenfalls besser wird: Fang' damit - bei Dir an!


Thema: Wer bringt Zeit und Zukunft? Gott?

Donnerstag, 15. Januar 2026, 20:45 Uhr

Willkommen am Tag 15 im neuen Jahr mit seinen immer noch über 8300 Stunden, die vor Dir liegen. Und in denen es manchmal eine gute Idee sein wird, keine Zeit zu verlieren. Denn das könnte Dich oder andere einiges kosten, schlimmstenfalls das Leben. In denen manches aber manchmal auch einfach Zeit brauchen wird: um zu wachsen, sich zu entwickeln, um zu reifen. Manche Wunden werden die vielen tausend Stunden, wenn's gut läuft, heilen; manch' andere Wunde nicht. Manchmal wirste wünschen, die Zeit würde stehen bleiben, weil's gerade so schön ist und angenehm. Tut sie aber nicht, die Zeit, sondern sie verfliegt sogar gerade dann am schnellsten, wenn's am schönsten ist. Aufhalten kannste die Zeit nicht. Und folgenlos bleibt sie auch nicht. Im Gegenteil: Zeit hinterlässt Spuren. Älter werden und alt - funktioniert genau so. Weshalb manche die Zeit hier und da gerne zurückdrehen würden – wenn's ginge. Mal wirste viel Zeit haben, mal nur wenig oder sogar fast keine. Wobei – Zeit haben? Haben geht sowieso nicht, oder? Denn die Zeit läuft immer weiter – wohin eigentlich? Stunden, Minuten, Sekunden zerrinnen wie Sand zwischen den Fingern. Niemand hat Macht über die Zeit oder besitzt sie. Sie kommt Dir zu – die Zukunft bringt sie. Doch – wer bringt die Zukunft? Das Universum? Gott? Was glaubst Du?